Neuer Job in einer Muschelfabrik

Sonntag, 31.01.2016

Hallo :) Ich hab mal wieder etwas Zeit zu schreiben. Die Zeit nach Weihnachten war wieder sehr ereignisreich. Ich hatte eigentlich vor mit Sam an Silvester zusammen nach Auckland zu fahren, ihm ist dann aber kurzfristig etwas dazwischen gekommen und so habe ich mich alleine auf den Weg gemacht. Eine Nacht habe ich im Hostel übernachtet und mir abends das Feuerwerk angeschaut.

 

  Es war schon aufregend das erste mal Silvester in einem anderen Land zu feiern. Das mit dem Arbeiten lief nach Silvester aber leider immer noch nicht so gut. Oftmals konnten wir nur wenig arbeiten oder hatten bedingt durch das Wetter freie Tage. Das der Boss uns oftmals belogen hat, dass war uns schon länger klar, aber im neuen Jahr haben wir beschlossen, dass es so nicht weitergehen kann. Wir wollten schon seit langem nicht mehr mit ihm arbeiten, aber was soll mann machen, wenn man keinen anderen Job hat. Der Höhepunkt war dann als uns unser Lohn nicht voll überwiesen wurde, ich nicht mehr abgeholt wurde und mir keiner die Adressen von den Farmen geben wollte. Irgendwie habe ich immer meinen Weg gefunden, denn ich war motiviert viel zu arbeiten, aber es war sehr mühsam. An einem Tag habe ich dann wieder wie aus Zufall eine nette Frau kennengelernt, die mir 10 Telefonnummern von neuen Contractorn gebeben hat. Nachdem wir alle durchtelefoniert hatten, konnten wir uns auf eine neue Arbeit freuen. Es war echt wunderbar, endlich mal in Ruhe ohne Geschrei mit einem netten Boss zu arbeiten. 1 Woche habe ich durchgängig 10 Stunden am Tag gearbeitet und war danach noch nicht einmal so müde wie bei dem anderen Boss. Nach der ersten Woche habe ich dann endlich meine Bestätigung aus der Muschelfabrik bekommen, man war ich happy an dem Tag. Ich hatte gar nicht mehr gedacht, dass das noch klappt. Ich sollte für 1 Monat eine Person ersetzten die im Urlaub ist und habe natürlich sofort zugesagt. Ich wollte einfach mal auch eine andere Erfahrung machen, als immer nur mit den Kiwis. Diese hat es aber ganz schön in sich. Ich muss jeden Morgen um 4 Uhr aufstehen und um 5 anfangen zu arbeiten. In einer kalten Lagerhalle wasche ich meistens mit einem Wasserschlauch die großen Säcke sauber, in denen die 10 Tonnen Muscheln jeden Tag kommen und falte sie zusammen, oder stehe am Fließband und sortiere Fischabfälle heraus. So sehen die Muscheln aus mit denen ich arbeite und wie die Frau stehe auch ich manchmal am Fließband:

Ich muss mich warm anziehen, wir bekommen aber auch Schutzkleidung und Gehörschutz gestellt. Es ist ein harter Job und ein sehr übler Gestank den ich jeden Tag 10 Stunden aushalten muss, aber es lohnt sich. Ich verdiene mein Geld für die Weltreise und lerne was es heißt hart arbeiten zu müssen. Noch genau 2 Wochen mache ich den Job und dann geht für mich das richtige Abenteuer los. Einfach nur noch reisen und dieses schöne Land genießen....

Ganz liebe Grüße

Euer Marco